Langstock, Chang-Bong, bo

Langstock, Chang-Bong, bo

Wer den Kampf mit dem Bo-Stab erlernt, beginnt mit simplen Grundübungen, die in der Luft trainiert werden. Das Erlernen der Techniken ist ein langer und schwieriger Prozess. Man muss die Technik zunächst verstehen und dann eine lange Zeit dafür aufbringen, sie perfekt zu meistern. Ehe ein Kämpfer genug Handfertigkeit besitzt, mit einem Bo-Stab wahrlich meisterhaft umzugehen, vergehen oft viele Jahre. Eine elementare Technik des Bo sind komplizierte Wirbel, die man durch schnelles Umgreifen erreichen kann. Das Eigengewicht des Stabes erleichtern desen Rotation, die den Gegner verwirren bzw. einschüchtern soll. Schwingt der Stab mit Höchstgeschwindigkeit, kann er bis zu 90km/h schnell werden. Diese enorme Beschleunigung kann bei richtiger Handhabung eine tödliche Waffe sein. Darüber hinaus lassen sich Hebeltechniken und Stiche mit dem Stab ausführen. Versierte Bo-Stabkämpfer können den Stock blitzschnell um ihre Hüfte oder wahlweise den oberen Halswirbel kreisen lassen, was einen guten Überraschungseffekt erzeugt.

Als Fortgeschrittener beginnt man dann damit, lockere und zunächst sehr langsame Kämpfe mit einem Partner zu absolvieren. Es ist auch sehr hilfreich, selbstkreierte Showkämpfe zu entwickeln, um bestimmte Abläufe und Kampfsituationen reflexartig einzustudieren.

Die Vollendung einer Etappe in der Kunst des Bo-Stabs schließt man traditionsgemäß mit einem Formenlauf ab, welche sich auch hervorragend zur wirkungsvollen Showvorführung eignet.

Im Kampf wurde der Bo früher hauptsächlich mit langen Schwingern gehandhabt, um eine größtmögliche Reichweite und Schlagkraft zu erreichen. Erfahrene Kämpfer konnten so mit einem Schlag mehrere Gegner auf über 2m Distanz ausschalten. Wurde der Bo jedoch zur Abwehr gebraucht, war er ebenso wirkungsvoll. Der Hauptvorteil ist jedoch seine große Reichweite im Nahkampf.
Da der Bo aus einfachen Materialien gefertigt werden kann, wurde er früher nicht selten vom gemeinen Volk verwendet.