Sai


Das Sai ist eine Waffe aus Okinawa, die unter anderem auch im Kobudo, Karate Verwendung findet. Die Jitte und das Manjisai sind Varianten des Sai.

Das Sai ist ähnlich aufgebaut wie eine Gabel, Dreizack, von daher liegt die Vermutung nahe, dass es sich hier um eine Weiterentwicklung von Heugabeln handelt. Der Dreizack ist ein Symbol das im Zusammenhang mit hinduistischen Gott (Shiva) und buddhistischen Heilligen (Bodhisattva) verwendet wird. Die Mittelforke ist ca. doppelt so lang wie die beiden äußeren. Die Sai sind je nach Ausführung zwischen 45 cm und 52 cm lang(im besten Fall etwas länger als der Unterarm) und heute meist als verchromte oder mattschwarze Ausführung erhältlich, wobei noch zahlreiche weitere Ausführungen und Variationen der Waffe bekannt sind.(Scharf geschliffen und sehr spitz)

Die einzelnen Teile des Sai haben eigene Namen:

  • Saki (Spitze)
  • Monouchi (Körper) – der lange Schaft
  • Moto (Zentrum) – Kreuz zwischen Körper und Griff
  • Yoku (Flügel) – die Seitenschäfte
  • Tsume (Flügelspitze)
  • Tsuka (Griff)
  • Tsuka-Gashira (Knauf)

Sai werden meist paarweise geführt, wobei hier verschiedene Grifftechniken Anwendung finden. Neben Block-, Schlag- und Stoßtechniken sind auch Klemmtechniken möglich. So kann ein Schwert abgefangen und mit einem plazierten Schlag unter Spannung gebrochen werden. Einzig das relativ hohe Gewicht der Sai mag sich in einem Kampf negativ auswirken.

Sai werden als Waffe auch in den chinesichen Wushu,indonesischen/malayischen Silat,vietnamesichen Co Vo dao,Vu khi Thuat,indischen Kalaripayatt usw. eingesetzt.